Kurzer Abriss der Hülmer Schulgeschichte

Aus: Kosmas und Damian – Chronik der Gemeinde Hülm-Helsum, Juni 2013

1717  Albert Rothoff aus Dinslaken ist Lehrer und Küster in Hülm

1845  Hülm hat 112 schulpflichtige Kinder. Das Schulgeld beträgt für Kinder aus Hülm zwei Silbergroschen, für Kinder aus Helsum drei Silbergroschen

Diesen Angaben ist zu entnehmen, dass es die Hülmer Anfang des 19. Jahrhunderts mit der allgemeinen Schulpflicht sehr ernst nahmen. Sie waren sicherlich hier auf dem Lande viel weiter mit der Umsetzung dieses preußischen Gesetzes als es viele Städte waren. Was sich nicht mit Sicherheit feststellen läßt ist der Ort, an dem diese Pflicht erfüllt wurde. Es muss davon ausgegangen werden, dass dies in der Wohnung des Lehrpersonals stattfand.

1879  Die katholische Volksschule in Hülm hat 90 Schüler. Es wird eine zweite Klasse und eine weitere Lehrerwohnung eingerichtet; Lehrer sind Peter Elders, geb. in Materborn, und Adelgunde Hünnekes aus Keppeln

1904  Die Hülmer Schule hat 108 Schüler und zwei Lehrer. Es kann davon ausgegangen werden, dass etwa Anfang des 20. Jahrhunderts, evtl. sogar früher, das heutige Schulgebäude in der jetzt bekannten Gestalt erbaut wurde. Ob, wann und wie heftig es unter den Kriegseinwirkungen litt, ist nicht verzeichnet – jedenfalls uns nicht zugänglich.

1927  Die Hülmer Volksschule bekommt eine dritte Schulklasse

1937  Erweiterung der katholischen Volksschule Hülm

1945  Mitte September nimmt die Hülmer Schule wieder ihren Unterricht auf; die Klassenräume dienen bis Gründonnerstag 1946 als Kirche;

1946  Die Reparatur des Dachs der Hülmer Schule gestalten sich schwierig, da weder Dachziegel noch Stroh beschafft werden können

1951  Im Januar gibt es in der Hülmer Schule täglich nur zwei Unterrichtsstunden, da die Räume für die 127 Schüler wegen Kohlemangels nicht geheizt werden können

1961  bildet die Gemeinde Hülm mit der Gemeinde Weeze einen Schulverband, angepasst an die kirchengemeindliche Regelung, d.h. Schulkinder aus Ober- und Niederhelsum gehen jetzt in die Hülmer Schule. Die Hülmer Schule wird erweitert, u.a. mit neuen Toiletten, einer Pausenhalle und zusätzlichen Räumen.

Die heutige Form nahm Gestalt an.

1964  der Erweiterungsbau wird eingeweiht, die Schule erhält den Namen St. Irmgardis.

1968  Schulreform in NRW – die Die Volksschulen werden in Grund- und Hauptschulen geteilt. Die Hülmer Schule wird zur Grundschule mit den Klassen 1-4.

Ab Klasse 5 müssen die Hülmer Hauptschüler künftig nach Goch, entweder zur Gustav-Adolf. Gemeinschaftsschule, zur Realschule oder zum Gymnasium Goch.

1969  werden nach der kommunalen Neugliederung auch die Grundschulen in Hülm, Kessel, Hommersum und Nierswalde geschlossen, die Hülmer Schüler werden Goch zugeteilt. Aus Raummangel werden einige Schulklassen der Arnold-Janssen-Hauptschule in das Hülmer Schulgebäude ausgelagert.

1990  wird der Schulbetrieb in Hülm eingestellt, der Erweiterungsbau nimmt den zur Martin-Franz-Stiftung gehörigen Hülmer Kindergarten auf. Die Hülmer übernehmen schrittweise die Nutzung des Schulgebäudes für die Gruppen und Vereine des Ortes.

1995  wird der Landjugendraum eingerichtet.

2004  erfolgt eine große Renovierungsaktion mit dem Einbau neuer Toiletten

Wer immer weitere Informationen zur Hülmer Schule hat, ob historisch belegbar oder als „Geschichte aus dem Leben“ – wir sind interessiert. Infos bitte an unsere Email-Adresse.